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Es gibt folgende Geschichte über das Rennen um das Grüne Trikot von ŠKODA: Peter Sagan von Bora-Hansgrohe wird versuchen, seinen rekordverdächtigen achten Titel in der Punktewertung zu gewinnen, nachdem er ein katastrophales Jahr 2020 erlebt hat. Anfang dieses Jahres erkrankte er an Covid-19 und wurde vom sportlichen Leiter seines Teams praktisch abgeschrieben.

Der 31-jährige Slowake hat sich mit dem Gewinn des maglia ciclamino beim Giro d’Italia, dem Äquivalent zum ŠKODA Grünen Trikot bei der Tour, zurückgemeldet und scheint wieder nahe seiner Bestform zu sein. Aber das diesjährige Rennen um das Grüne Trikot der Tour de France wird auch von den Fahrern geprägt, mit denen vorerst nicht zu rechnen war. Der letztjährige Sieger, Sam Bennett von Deceuninck-Quick-Step, zog sich im Training eine Knieverletzung zu und hat die Tour in letzter Minute verlassen müssen. An seiner Stelle ging der Veteran, Mark Cavendish, an den Start. Dieser bewies seine Fitness und Kampfkraft mit dem Sieg im Sprint der 4. Etappe am Mittwoch und erzielt somit seinen ersten Tour de France-Etappensieg seit fünf Jahren und den 31. seiner Karriere.

Der australische Sprinter, Caleb Ewan, der das Maillot Vert anstrebte und bei bisher jeder der drei Grand Tours eine Etappe gewann, ist ebenfalls ausgeschieden. Er rutschte in der 3. Etappe kurz vor dem Ziel auf dem nassen Asphalt aus und brach sich das Schlüsselbein.

Bei seinem Sturz brachte er auch Sagan zu Fall, doch der Slowake hatte Glück und kam mit einem Schrecken davon. Basierend auf seiner Bilanz wird er nun wieder als der Favorit angesehen – es sei denn, der 36-jährige Cavendish findet zu der Form zurück, die ihm vor zehn Jahren zum Gewinn des Grünen Trikots von ŠKODA verhalf. Die Leichtigkeit, mit der er den Sprint am Dienstag gewann, und seine Bemühungen im Zwischensprint auf dieser Etappe lassen vermuten, dass er und sein Team das Grüne Trikot fest im Blick haben.

Die diesjährige Tour scheint ihm zu liegen, mit mehr Sprintankünften und weniger Bergen als sonst. Aber ist er mit seinen 36 Jahren fit genug, um alle Berge zu bewältigen und Paris zu erreichen? Die Zeit wird es zeigen. Zu diesem Zeitpunkt scheint er des Rennens scheint er der schnellste Mann im Feld zu sein und nachdem er auch die 6. Etappe gewann und Jasper Philipsen von Alpecin-Fenix und Nacer Bouhanni von Arkea-Samsic leicht hinter sich ließ, hat er das Grüne Trikot von ŠKODA auf dem Rücken. Sagan hingegen beendete das Rennen weit abgeschlagen auf Platz 5.

Stage 6 at the Tour de France
Der Sprint um den Sieg in der 6. Etappe. © Profimedia

Cavendish ist nur noch zwei Siege von einem sagenhaften Rekord entfernt, den 34 Tour-Etappensiegen des großen Eddy Merckx. Der gebürtige Isle of Man hat sich geweigert, mit den Medien über diesen Rekord zu sprechen oder auch nur Merckx‘ Namen zu erwähnen. Nach seinem Etappensieg am Donnerstag teilte er den Reportern mit: „Wenn ich gut genug bin, um 50 weitere Tour-Etappen zu gewinnen, werde ich das tun. Wenn ich nicht gut genug bin, um eine weitere Etappe zu gewinnen, dann werde ich es nicht tun.“

Es steht eine Frage im Raum, die sich Sagan und andere Anwärter auf die Punktewertung stellen: „Ist er gut genug, um das Grüne Trikot zu gewinnen?“ Nach dem, was wir bisher wissen, besteht in jedem Falle die Möglichkeit. Cavendish führt derzeit die Punktewertung mit 148 Punkten an. Philipsen ist mit 102 Punkten Zweiter, Bouhanni liegt nur 3 Punkte hinter ihm. Sagan liegt auf Platz 7 mit 72 Punkten. Er und sein Team scheinen den Kampf um das Grüne Trikot noch nicht begonnen zu haben, denn er war auf dem letzten Kilometer der 5.

Aber wir stehen noch am Anfang der Tour und Sagan und Bora-Hansgrohe müssen einen ernsthafteren Plan haben und sollten nicht einfach darauf warten, dass Cavendish das Rennen aufgibt.