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Beim Schwimmen besteht die Gefahr eines Sturzes nicht. Aber Radfahren ist viel einfacher zu erlernen. Welche der Sportarten ist besser für die Gesundheit? Welche verbrennt mehr Kalorien und hilft beim Abnehmen? Schauen wir uns Radfahren und Schwimmen einmal genauer an und versuchen, Antworten auf die Fragen zu finden. 

Eine Stunde Radfahren vs. eine Stunde Schwimmen: Was verbennt mehr Kalorien?

Wie viele Kalorien ihr verbrennt, hängt immer von der Intensität und eurem Körpergewicht ab. Aber beim Schwimmen solltet ihr auch den Schwimmstils berücksichtigen. Brustschwimmen verbrennt in der Regel die wenigsten Kalorien, Schmetterling die meisten, und Rückenschwimmen und Freistil liegen irgendwo dazwischen. Für eine 70 kg schwere Person würde der Kalorienverbrauch bei 60 Minuten Aktivität folgendermaßen aussehen:

Leichtes Radfahren 16-19 km/h verbrennt 422 kcal
Moderaties Radfahren 19-21 km/h verbrennt 563 kcal
Schwimmen für Freizeitzwecke verbrennt 446 kcal
Brustschwimmen verbrennt 744 kcal
Schmetterlingsschwimmen verbrennt 818 kcal

Road cycling
Wo ist der Kalorienverbrauch höher? © Profimedia

Beim Schwimmen werden normalerweise viel mehr Kalorien pro Stunde verbrannt als beim Radfahren. Ihr müsst euer Gewicht beim Schwimmen nicht stützen, aber es ist ein Ganzkörpertraining. Außerdem leitet Wasser die Wärme besser, sodass ihr schneller auskühlt. Das zwingt den Körper dazu, mehr Wärme zu produzieren, was wiederum Kalorien verbrennt. Es ist jedoch zu bedenken, dass 30-60 Minuten Schwimmen ziemlich anstrengend sein können. Radfahren hingegen könnt ihr ganz leicht mehrere Stunden lang, wodurch ihr dann insgesamt mehr Kalorien verbrennt.

Schwimmen oder Radfahren: Was ist besser für den Gewichtsverlust?

Wenn es um die Gewichtsabnahme geht, ist es grundsätzlich wichtig den gesamten Lebensstil zu berücksichtigen. Dazu zählen Essgewohnheiten, aber auch die Schlafqualität, die tägliche Aktivität und die Form der Bewegung spielen eine Rolle. Schwimmen verbrennt vielleicht mehr Kalorien pro Stunde, aber es ist einfacher, länger mit dem Fahrrad zu fahren. Beides kann also hilfreich sein, um ein Kaloriendefizit zu erzielen, was letztendlich notwendig zum Abnehmen ist.

Was ist besser für die Gesundheit?

Die Forschung zeigt einen sehr positiven Zusammenhang zwischen Radfahren und Schwimmen und der Gesundheit. Zum Beispiel zeigte eine Studie mit mehr als 80.000 erwachsenen Schwimmern ein um 41 % geringeres Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, und ein um 28 % geringeres Risiko, an einer beliebigen Ursache zu sterben.

In ähnlicher Weise zeigte eine Untersuchung die positiven Auswirkungen des Pendelns zur Arbeit mit dem Fahrrad. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtmortalität zeigte sich bei den Probanden signifikant reduziert.

Erwiesen ist auch, dass sowohl Schwimmen als auch Radfahren die Symptome von Gelenkschmerzen und Steifheit lindern können. Hier sind Ergebnisse schon nach 3 Monaten sichtbar, wenn man die sportliche Betätigung nur 45 Minuten pro Tag und dreimal pro Woche ausführt.

In dieser Kategorie sind also beide Sportarten gleichermaßen vorteilhaft für eure Gesundheit.

Swimming
Beide Sportarten sind gut für die Gesundheit. © Profimedia

Was ist praktischer?

Zum Fahrradfahren benötigt ihr ein Fahrrad und natürlich einen Helm. Wenn ihr in den Radsport einsteigt, gibt es eine ganze Liste von Zubehörteilen, die ihr vielleicht in Betracht ziehen möchtet. So können die Ausgaben am Ende ziemlich hoch sein. Aber abgesehen davon sind nur ein paar Straßen oder Wege notwendig, auf denen ihr fahren könnt.

Die Ausrüstung zum Schwimmen ist viel billiger. Ihr braucht nur eine Badehose und eine Schwimmbrille, die beide preiswert sind. Manche Leute entscheiden sich vielleicht für einen Neoprenanzug, wenn sie in kaltem Wasser schwimmen, aber in Schwimmbädern ist das nicht nötig. Da kommen wir auch gleich zu einem kleinen Hindernis – um Schwimmen zu können, wird ein Gewässer wie einen Pool, einen See oder ein Meer benötigt. Das kann das Schwimmen weniger praktisch gestalten, je nachdem, wo ihr wohnt und ob Schwimmbäder geöffnet sind oder nicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Radfahren teurer sein kann. Solange ihr euch aber ein Fahrrad leisten könnt, ist es tendenziell bequemer als Schwimmen.

Bei welcher Sportart ist das Verletzungsrisiko höher?

Beim Radfahren besteht immer ein gewisses Risiko für einen Sturz. Abgesehen davon ist Radfahren aber sehr sicher und wird wegen der geringen Belastung für die Gelenke oft sogar zur Rehabilitation nach Verletzungen eingesetzt. Schwimmen ist ebenfalls eine gelenkschonende Sportart und es besteht kein Risiko einer traumatischen Verletzung durch einen Sturz. Es gibt jedoch eine Sache zu beachten, nämlich die Schulter. Sie ist das beweglichste Gelenk im Körper und am anfälligsten für Verletzungen. Wiederholtes hartes Training im Schwimmbad kann ein Verletzungsrisiko durch Überbeanspruchung darstellen. Aber trotzdem hat das Schwimmen in dieser Kategorie insgesamt einen kleinen Vorsprung.

Cycling
Beim Radfahren besteht immer das Risiko zu stürzen. © Profimedia

Was ist schwieriger zu erlernen?

Als Erwachsener das Radfahren zu erlernen, kann eine Herausforderung darstellen. Oftmals steht einem die Angst vor Stürzen im Weg. Normalerweise ist es aber nicht sehr schwierig, die Grundlagen zu erlernen. Beim Schwimmen hingegen ist wesentlich schwieriger die Grundlagen zu erlenen. Um lange Strecken zu schwimmen ist außerdem die richtige Schwimmform wichtiger, als die Radfahrtechnik bei langen Fahrten. Schwimmen erfordert eine perfekte Abfolge von Bewegungen, bei der viele Muskeln zum Einsatz kommen, und das richtige Timing der Atmung. Deshalb verbringen Schwimmer im Vergleich zu Radfahrern viel mehr Zeit mit dem Üben der Technik als mit der Geschwindigkeit. Das Radfahren geht hier als klarer Sieger hervor.

So, wie lautet das Urteil in der Frage Radfahren vs. Schwimmen

Beide Sportarten haben Vor- und Nachteile. Beim Schwimmen können mehr Kalorien pro Stunde verbrannt werden. Radfahren ist praktischer und leichter zu erlernen, aber Schwimmen ist billiger und birgt ein geringeres Verletzungsrisiko. Die wichtigere Erkenntnis jedoch ist, dass beide Sportarten großartige Optionen sind. Sie sind vorteilhaft für die Gewichtsabnahme und gut für die Gesundheit.

Wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, probiert doch beides aus. Integriert ihr dann noch die ein oder andere Laufeinheit in das Training, seid ihr bereit für einen Triathlon!