Wenn man sich die Tour de France anschaut, dann weiß man nicht sofort, warum da die gelben ŠKODA SUPERBs von Mavic im Peloton stehen. Schließlich haben die Teams ihre eigenen Begleitfahrzeuge. Wie oft kann so ein neutrales Servicefahrzeug also zum Einsatz kommen? Sehr oft!

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Es gibt 8 Fahrer in jedem Team, aber jedes Team bekommt nur zwei Begleitfahrzeuge. In den meisten Fällen sind die eigenen Mechaniker der Profis also zu weit weg. Und dann liegt es an den ŠKODA SUPERBs von Mavic, die Unterstützung zu leisten. Und das schon seit sehr langer Zeit.

Mavic ist ein französisches Radsportunternehmen mit einem ausgezeichneten Ruf. Sie sind vor allem für ihre Räder bekannt und haben im Laufe der Jahre eigene Radsportausrüstung (Reifen, Bekleidung, Schuhe, Helme und Accessoires) herzustellen. Ihre gelben neutralen ŠKODA SUPERB-Autos sind jedoch das, was die Fans am besten kennen. Mavic hat die neutralen Serviceautos bereits 1973 erfunden. Und seit 1985 treten sind die Fahrzeuge auch bei Amateur-Veranstaltungen zu sehen. Sie haben also reichlich Erfahrung. Und das sieht man. 

Für jede Etappe stehen drei ŠKODA SUPERBs bereit. Gleichmäßig im Feld der Profis verteilt: eins folgt meist dem Ausreißer, ein Fahrer den GC-Fahrern und eines fährt hinten. Jedes der Autos hat vier Fahrräder auf dem Dach mit verstellbaren Sattelstützen und verschiedenen Pedalen, um jedem Fahrer im Peloton gerecht zu werden. Reifen haben sie im hinteren Teil des Wagens, die jeden Tag je nach Etappe und der Wahl der Teams an diesem Tag gewechselt werden. Zusammen mit dem kompletten Werkzeugkasten, haben die Autos sogar eine Auswahl an Schuhen dabei. Man kann ja nie wissen. In dem Auto gibt es eine Liste mit allen Fahrern und ihrer Ausrüstung. Sobald sie also einen Profi am Straßenrand sehen, der Hilfe benötigt, reicht ein Blick auf die Liste, um zu wissen, welche Ersatzteile benötigt werden.  

Mavic hat definitiv die Erfahrung, die Profis brauchen. Und die gelben ŠKODA SUPERBs waren schon mehr als einmal dabei, um den Tag der Profis zu retten.  

Bei der Tour 2010 stürzte Jens Voigt mit seinem Fahrrad so heftig, dass der Rahmen wie ein Ast durchbrach. Gestrandet auf der Abfahrt des Col de Peyresourde, ohne Teamautos in Sicht, sah es für den geliebten Deutschen aus, als sei alles vorbei. Der Fahrer des Besenwagens bot ihm eine Mitfahrgelegenheit an, und Voigt war nur um Haaresbreite davon entfernt, aufzugeben. Dann erschien ein gelber ŠKODA SUPERB. Die Techniker von Mavic boten ihm eines ihrer gelben Fahrräder an und Voigt beendete die Etappe.   

2016 sah es für Chris Froome so aus, als könne er die Etappe nicht beenden. Nach einer Attacke beim Anstieg auf den legendären Mt. Ventoux fuhren Froome, Richie Porte und Bauke Mollema von hinten in ein Fernsehmotorrad. Die Rivalen flogen in Sekundenschnelle an ihnen vorbei. Mollema stand schnell auf und fuhr weiter. Das Fahrrad von Chris Froome war jedoch ein Haufen Schrott. Als Gentleman, der er ist, warf er es nicht weg, sondern stellte es vorsichtig gegen die Absperrungen. Und dann rannte er los. Das Auto des Team Sky war in dem Chaos blockiert, aber Mavics ŠKODA SUPERB war da, um zu helfen. Froome schnappte sich eines der gelbenFahrräder und fuhr weiter. Leider hatte es eine falsche Größe und er tauschte es schließlich gegen eines aus dem Teamauto. Dann gelang es ihm doch, die Ziellinie zu überqueren, wobei er ungläubig den Kopf schüttelte. Der viermalige Tour-Sieger rutschte zunächst auf den sechsten Platz ab. Die Offiziellen revidierten jedoch die Ergebnisse und gaben Froome und Porte die gleiche Endzeit wie Mollema, was bedeutete, dass Froome in Gelb blieb.  

Chris Froome
Chris Froome rennt nach seinem Crash im Jahr 2016. © Profimedia

2017 war es Rigoberto Urán, der Hilfe brauchte. Ihm ging es im GC gut, als es bei der Abfahrt am Mont du Chat zu einem Sturz kam. Dabei wurde seine Kettenschaltung beschädigt und er hatte nur noch einen einzigen Gang. Da er sich in der Ausreißergruppe befand, waren seine Mannschaftswagen außer Reichweite. Also fuhr er neben dem gelben ŠKODA SUPERB. Der Mavic-Techniker lehnte sich aus dem Fenster und stellte die Kettenschaltung ein, wobei die Kette auf die 11 Ritzel sprang. Dadurch hatte Urán die Wahl zwischen einem hohen 53/11-Gang und einem mittleren 39/11-Gang – genug für ihn, um nicht nur im Rennen zu bleiben, sondern auch vor Froome zu landen und Barguil und Fuglsang im Sprint zu schlagen.  

Auch wenn wir hoffen, dass in diesem Jahr niemand ernsthafte Hilfe von neutralen Mavic-Autos benötigt, ist es gut zu wissen, dass die gelben ŠKODA SUPERBs dabei sind.