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Der 1. Juli 2018 war in diesem Jahr einer der wichtigsten Tage für die deutschen Radprofis, denn es drehte sich alles um das begehrte Trikot mit den schwarz-rot-goldenen Streifen auf der Brust: Das Trikot des Deutschen Straßenmeisters.

Im hessischen Einhausen galt es, 228 überaus flache Kilometer, verteilt auf 19 Runden zu absolvieren und schließlich als erster über den Zielstrich zu fahren.

Bei hochsommerlichen Bedingungen und Temperaturen von bis zu 29 Grad ohne jede Wolke am Himmel versprach das Rennen somit eine Sprintankunft und gleichzeitig ein sehr hohes Tempo.

Mehr als 200 Fahrer aus der Bundesrepublik starteten pünktlich um 11 Uhr am Vormittag und die große Frage war, wer am Ende die schnellsten Beine würde haben können. Das Team Katusha-Alpecin setzte auf die Karte Marcel Kittel, bei BORA-hansgrohe hatte man neben dem Titelverteidiger Marcus Burghardt gleich mehrere schnelle Sprinter dabei und auch André Greipel sowie John Degenkolb wollten gern ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Verteilung der Medaillien ging.
Zunächst bestimmte jedoch bis rund 60 Kilometer vor dem Ziel eine achtköpfige Ausreißergruppe das Rennen, in der vor allem die kleineren Teams ihre Chance suchen konnten. Eine neuerliche Ausreißergruppe hatte es anschließend aber ebenso schwer, da die Sprinterteams in gewohnter Routine das Geschehen kontrollierten und zu keiner Zeit die Verantwortung aus der Hand gaben. In der letzten Runde waren alle Fluchtversuche dann neutralisiert und es kam wie erwartet zum großen Sprint. Als größte Schwierigkeit im hektischen Finale stellte sich hier die technische Zielanfahrt heraus, die mit einer engen Kurve bei rund 400 Metern vor dem Ziel und einer nicht ganz geraden Zielgeraden dafür sorgte, dass der Kampf um die besten Positionen schon vor der letzten Kurve die Karten final mischte.
Am Zielstrich war es dann Pascal Ackermann vom Team BORA-hansgrohe, der jubeln durfte und vor John Degenkolb (TREK-Segafredo) und Max Walscheid (Sunweb) die Meisterschaft gewann.

«Ich bin überglücklich! Das Team hat einen tollen Job gemacht, 100 Prozent hinter mir gestanden, so dass ich mich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte», jubelte der neue Deutsche Meister im Ziel. «Rüdiger hat mich in die tolle Position gebracht. Ich musste nur noch ins Ziel fahren.»

Neuer und alter Zeitfahrmeister wurde Tony Martin, der bereits am Freitag das Einzelzeitfahren gewinnen konnte.

Bei den Frauen holte sich die erst 20-jährige Liane Lippert (Sunweb) erstmals den Titel im Straßenrennen und Lisa Brennauer (Wiggle-High5) konnte das Zeitfahren für sich entscheiden, nachdem die Meisterin von 2013 und 14 in den letzten Jahren jeweils knapp den Sieg verpasste.

 

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