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Kleine Räder, großer Respekt: German Cycling KidsWeek

Von welovecycling

Vom 20. bis 27. September 2026 rückt die German Cycling KidsWeek die jüngsten Radfahrerinnen und Radfahrer in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Sicher aufs Rad. Stark im Sport“ geht es bundesweit um mehr Sicherheit, Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für Kinder auf dem Fahrrad. Ein Thema, das uns alle angeht – spätestens dann, wenn vor uns ein Kind auf dem Rad unterwegs ist.

Ein Kind fährt vor uns auf dem Rad. Vielleicht etwas langsamer, vielleicht noch nicht ganz schnurgerade. Dahinter ein Auto, Gegenverkehr, wenig Platz. Überholen oder lieber noch warten?

Wer selbst viel Rad fährt, kennt solche Situationen. Und wer mit Kindern unterwegs ist, vermutlich noch ein bisschen besser.

Denn Kinder bewegen sich anders durch den Straßenverkehr als Erwachsene. Sie sind kleiner und werden leichter übersehen. Sie können Geschwindigkeiten und Abstände noch nicht so gut einschätzen. Und manchmal reagieren sie anders, als wir es erwarten.

Das macht sie nicht zu schlechteren Verkehrsteilnehmern. Es macht sie zu Verkehrsteilnehmern, auf die wir besonders achten sollten.

Radfahren lernen hört nach dem ersten Losfahren nicht auf

Losfahren, bremsen, lenken – irgendwann klappt das wie von selbst. Sicher mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, bedeutet aber viel mehr.

Was passiert um mich herum? Wo könnte eine Gefahr entstehen? Wie verhalte ich mich in einer Gruppe? Wie werde ich von anderen gesehen? Und wie behalte ich mein Rad unter Kontrolle, wenn plötzlich etwas Unvorhergesehenes passiert?

All das kommt mit Erfahrung. Und diese Erfahrung müssen Kinder irgendwo sammeln dürfen.

Genau hier setzt die German Cycling KidsWeek an: Sie verbindet Verkehrssicherheit mit Nachwuchsarbeit und möchte gleichzeitig zeigen, dass Kinder auf dem Fahrrad ganz selbstverständlich zum Straßenbild gehören.

Moment mal: Die Straße als Bewegungsraum?

Für junge Fußballer gibt es den Fußballplatz, für Schwimmer das Becken und für Turner die Halle. Junge Radsportlerinnen und Radsportler trainieren dagegen häufig genau dort, wo auch Autos, Motorräder und andere Fahrräder unterwegs sind.

Auf der Straße.

Natürlich werden Kinder im Verein nicht einfach in den Verkehr geschickt. Sie trainieren begleitet und strukturiert, verbessern ihre Fahrtechnik und lernen, sich sicher und verantwortungsvoll zu bewegen.

Trotzdem werden Kinder und Nachwuchsgruppen auf dem Rad nicht immer als selbstverständlicher Teil des Straßenverkehrs wahrgenommen.

Dabei ist genau das wichtig: Die Straße ist für sie nicht nur Verkehrsweg. Sie ist auch Bewegungs- und Trainingsraum.

Sicherheit kann richtig Spaß machen

Dass Verkehrssicherheit nicht nach erhobenem Zeigefinger klingen muss, zeigt die KidsWeek mit Aktionen in ganz Deutschland.

Bei Kids-Rad-Diplomen und begleiteten Trainingsfahrten können Kinder ausprobieren, üben und sicherer werden. Dazu kommen Schnuppertrainings und Aktionstage in Vereinen sowie Angebote für Schulen.

Gemeinsam mit Partnern wie der Deutschen Verkehrswacht verbindet German Cycling dabei Verkehrsprävention mit dem, worum es am Ende ebenfalls gehen soll: Spaß am Fahrrad.

Denn wer sein Rad gut beherrscht, fährt nicht nur sicherer. Meist fährt er auch lieber.

Und vielleicht beginnt hier eine neue Leidenschaft

Nicht jedes Kind, das gern Fahrrad fährt, muss irgendwann Rennen fahren wollen. Aber vielleicht möchte es Mountainbiken ausprobieren. Auf der Bahn fahren. Gemeinsam mit anderen trainieren. Oder einfach lernen, sein Fahrrad richtig gut zu beherrschen.

Genau dafür lohnt sich ein Blick in die Radsportvereine.

Dort geht es im Nachwuchsbereich nicht nur um Leistung und Wettkampf. Kinder sammeln Fahrpraxis, verbessern ihre Technik, erleben Gemeinschaft und entdecken, was auf zwei Rädern alles möglich ist.

Wer wissen möchte, welche Angebote es in der eigenen Umgebung gibt, kann über die Deutschlandkarte von German Cycling nach einem passenden Verein suchen.

Radsportverein in deiner Nähe finden

Und was können wir anderen tun?

Eigentlich etwas ziemlich Einfaches: Kindern Zeit und Raum geben.

Nicht jede Gelegenheit zum Überholen muss genutzt werden. Ein bisschen mehr Abstand kann einen großen Unterschied machen. Und ein Kind, das vor uns vielleicht noch etwas unsicher fährt, braucht nicht mehr Druck, sondern die Chance, Erfahrung zu sammeln.

Denn aus Kindern, die heute ihre ersten Kilometer im Straßenverkehr fahren, werden die Radfahrerinnen und Radfahrer von morgen.

Und vielleicht auch die Rennfahrer, Mountainbikerinnen, Alltagsradler oder leidenschaftlichen Wochenendfahrer, die irgendwann genauso gern auf zwei Rädern unterwegs sind wie wir.

Also: ein bisschen mehr Platz für kleine Räder. Sie haben ihn verdient.