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Jeder Anstieg war es wert: Wie Markko Karu seine Vorbereitung bei der L’Étape du Tour in Leistung verwandelte

Von Frantiska Blazkova

Als Markko Karu Teil von The Unseen Stage wurde, war ihm die L’Étape du Tour bereits vertraut. Der erfahrene Mountainbiker und Langstreckenfahrer aus Estland ging mit einem klaren Ziel in das Projekt: Er wollte herausfinden, was passiert, wenn er seine Begeisterung fürs Radfahren mit einem wirklich strukturierten Trainingsprogramm verbindet. In den folgenden Monaten beschäftigte er sich intensiv mit leistungsbasiertem Training, Krafttraining und einer gezielten Ernährungsplanung. Dabei ging es ihm stets darum, die beste Version seiner selbst zu erreichen.

Dann stand die ultimative Prüfung an:

die L’Étape du Tour.

Ein Rennen ohne große Fehler

Im Rückblick bereut Markko nur wenig.

„Kleine Details kann man immer verbessern“, sagt er. „Aber größere Fehler oder Fehlkalkulationen gab es nicht.“

Noch wichtiger ist für ihn, dass er sein ursprüngliches Ziel erreicht hat.

„Ich wollte die gesamte Strecke ohne Pausen fahren – und das habe ich geschafft.“

Hätte er schneller sein können?

„Ja“, sagt er ehrlich. „Aber gleichzeitig hätte es auch viel schlechter laufen können.“

Diese Haltung beschreibt ziemlich genau, worum es bei einer Veranstaltung wie der L’Étape geht.

Es ist nicht einfach nur ein Rennen gegen die Uhr.

Es ist vielmehr ein ständiger Balanceakt zwischen Ehrgeiz und Ausdauer.

„Während des Rennens überholst du viele Menschen, und gleichzeitig wirst du von vielen anderen überholt“, erzählt Markko. „Jede*r kämpft dabei seinen eigenen kleinen Kampf.“

Die Fahrer*innen müssen permanent zahlreiche Faktoren im Blick behalten:

  • Flüssigkeitszufuhr
  • Energiezufuhr
  • Tempo
  • Ermüdung
  • technische Probleme
  • die anderen Fahrer*innen auf der Strecke

„Es ist eine komplexe Situation.“

Kleine Details machen den Unterschied

Dank der monatelangen Vorbereitung erlebte Markko während des Rennens kaum echte Überraschungen.

Stattdessen bestätigte die L’Étape vor allem, wie entscheidend scheinbar kleine Details sein können.

„Das Management meiner Leistungswerte war wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis“, sagt er.

Markko hatte sich auf extreme Wetterbedingungen vorbereitet.

Am Renntag erwarteten ihn jedoch vergleichsweise milde Temperaturen.

Auch der berüchtigte letzte Streckenabschnitt, vor dem er sich im Vorfeld besonders gefürchtet hatte, erwies sich als weniger schlimm als erwartet.

Statt eines weiteren brutalen Anstiegs endete er mit:

„einer schnellen Abfahrt“.

Natürlich lief trotzdem nicht jeder Moment nach Plan.

An einem Anstieg geriet ein erschöpfter Fahrer in Markkos Hinterrad.

„Wir waren beide ziemlich überrascht“, erinnert er sich.

Glücklicherweise blieb es bei einem kurzen Schreckmoment.

Der Fokus lag auf dem Training

 

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Viele Menschen verfolgten Markkos Weg über The Unseen Stage.

Die Abstimmungen innerhalb der Online-Community nahm er selbst jedoch kaum wahr.

„Ich war viel stärker auf mein Training konzentriert.“

Wichtiger war für ihn die Unterstützung der Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiteten.

„Zu sehen, wie Menschen in den sozialen Medien reagiert, mir Glück gewünscht und meine Fortschritte verfolgt haben, hat mir viel bedeutet.“

Ruhige Vorfreude am Start

Am Morgen des Rennens verspürte Markko eine Mischung aus Vorfreude und Pragmatismus.

„Ich war ruhig aufgeregt.“

Zu diesem Zeitpunkt gab es nichts mehr vorzubereiten.

Die größte Herausforderung des Tages hatte beinahe schon vor dem Start begonnen.

Um 3:30 Uhr morgens ging es los.

Straßensperrungen und Umleitungen machten bereits die Fahrt zur Startlinie kompliziert.

Im Ziel waren die Emotionen dafür umso größer.

„Das Überqueren der Ziellinie war pure Freude.“

Als Markko zurück in die Stadt rollte und die Menschen auf beiden Seiten der Straße jubelten, erlebte er genau den Moment, auf den er monatelang hingearbeitet hatte.

Doch diese Freude musste er sich hart verdienen.

„Ich habe diesen verdammten Berg gehasst“

Rund 15 Kilometer vor dem Ziel fühlte sich die Situation noch ganz anders an.

„Ich habe diesen verdammten Berg absolut gehasst. Er schien einfach kein Ende zu nehmen“, sagt Markko lachend.

Nach stundenlangen Anstiegen, zahlreichen zuckerhaltigen Gels und schweißtreibenden Kilometern war von der romantischen Vorstellung eines großen Radsportabenteuers wenig übrig.

Was blieb, war Entschlossenheit.

Ein Pedaltritt nach dem anderen.

Ein Kilometer nach dem anderen.

Bis ins Ziel.

Strukturiertes Training bleibt Teil seines Alltags

Mit etwas Abstand denkt Markko inzwischen darüber nach, welche Elemente der Vorbereitung ihn langfristig begleiten werden.

Das strukturierte Training habe ihn nie ausgelaugt.

Ganz im Gegenteil.

„Es hat mir eher mehr Energie gegeben und mich gesünder fühlen lassen.“

Krafttraining, eine bessere Ernährung und viele Stunden auf dem Rad sollen deshalb auch künftig Teil seines Alltags bleiben.

Vielleicht nicht mit derselben Intensität wie vor der L’Étape.

Aber regelmäßig und bewusst.

Die nächste Herausforderung?

Würde Markko sich noch einmal einer ähnlichen Aufgabe stellen?

„Ich mag Herausforderungen“, sagt er. „Aber 5.000 Höhenmeter an einem einzigen Tag würde ich nicht unbedingt sofort wiederholen wollen. Das war einfach brutal.“

Vielleicht also nicht gleich in der kommenden Woche.

Doch nachdem man seine Reise durch The Unseen Stage verfolgt hat, entsteht nicht der Eindruck, dass dies sein letztes großes Radsportabenteuer gewesen sein könnte.


Markkos Fortschritte verfolgen

Markkos Leistungsdaten sowie die Entwicklung der anderen Teilnehmer*innen findest du auf der Website von The Unseen Stage.

Dort kannst du außerdem über den Erfolg von Melanie und George abstimmen.

Mit deiner Teilnahme an der Abstimmung landest du automatisch im Lostopf für:

  • ein hochwertiges Fahrrad von Superior
  • ein einjähriges TrainingPeaks-Abonnement